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25. März 2017 |
Tipps für Anfänger Kaninchenrassen Schaukalender

Wahl zum „Rassekaninchen des Jahres“ 2017

Die Wähler haben entschieden und den Sieger der diesjährigen Aktion „Rassekaninchen des Jahres“ bestimmt: Mit deutlichem Vorsprung (21,4 Prozent der gültigen abgegebenen Stimmen) wurden die Sachsengold auf Platz 1 gewählt.

Folgende Rassen und Farbenschläge standen zur Wahl: Deutsche Riesen, schwarz, Hasenkaninchen, rotbraun, Mecklenburger Schecken, blau-weiß, Deutsche Kleinwidder, gelb, Holländer, japanerfarbig-weiß, Sachsengold, Farbenzwerge, marderfarbig braun, Satin-Thüringer, Chin-Rexe und Jamora, harlekinfarbig.

Die Beteiligung an der Wahl war gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Insgesamt wurden 1.057 Stimmen abgegeben (405 bei der 26. Bundes-Rammlerschau, 9 per Briefwahl über die Redaktion in Berlin und 643 per Internet. Neun Stimmen waren ungültig, weil auf den Stimmkarten bei der Wahl in Erfurt leider jeweils keine Rasse angekreuzt wurde.

Die Sachsengold bekamen 225 Stimmen (76 bei der 26. BRS, 2 Briefwahl und 147 Internet), die Holländer, japanerfarbig-weiß 167 Stimmen (54 bei der 26. BRS, 1 Briefwahl und 112 Internet) und die Mecklenburger Schecken, blau-weiß 142 Stimmen (47 bei der 26. BRS und 95 Internet). Dahinter folgten Satin-Thüringer mit 105 Stimmen und Jamora, harlekinfarbig mit 103 Stimmen. Abgeschlagen auf dem letzten Platz lagen die Deutsche Riesen, schwarz mit 49 Stimmen (4,67 Prozent).
 

Sachsengold - Richard Bennacks "Goldhasen"

Das Sachsengoldkaninchen zählt wohl nach wie vor zu einer der beliebtesten Kleinrassen in Deutschland. Kürzlich wurden die Sachsengold mit großem Abstand zum „Rassekaninchen des Jahres 2017“ gewählt.
  
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Ablauf der Wahl

Die Wahl lief von Montag, 16. Januar bis Sonntag, 12. Februar 2017. Gewählt werden konnte entweder per Post über die Fachpresse (Redaktion „Kaninchenzeitung“, Berlin), über die vom ZDRK eigens eingerichtete Internetseite (www.rassedesjahres.zdrk.de) oder per Stimmkarte bei der 26. Bundes-Rammlerschau am 11./12. Februar in den Messehallen in Erfurt (die Ausgabe der Stimmkarten erfolgte am Eingang und am ZDRK-Informationsstand und konnten dann bis Schauende dort bzw. am Stand des HK-Verlages abgegeben werden).

Nach Ende der Aktion wurden die abgegebenen Stimmen in der Redaktion der Fachzeitung „Kaninchen“ vom ZDRK-Webmaster Michael Lederer und vom ZDRK-Referenten für Öffentlichkeitsarbeit Wolfgang Elias jeweils ausgezählt und dann zusammengeführt.

Öffentlichkeitsarbeit

Neben der Veröffentlichung des Ergebnisses in den beiden Fachzeitungen erfolgt gleichzeitig auch die Bekanntgabe auf der Internetseite „www.rassedesjahres.zdrk.de“ und auf den Seiten der beteiligten Internetplattformen. Daneben wird das Ergebnis der Wahl mit begleitenden Informationen als Maßnahme der Öffentlichkeitsarbeit an die Deutsche Presseagentur (dpa), die diese Meldung an die Redaktionen der einzelnen Tageszeitungen und diverse andere Medien wie Fernseh- und Rundfunksender streuen wird, sowie verschiedene Zeitschriften für Hobbytiere gegeben. Hierdurch soll intensiv Werbung auch außerhalb der Rassekaninchenzüchter gemacht werden. Auch im vergangenen Jahr wurde in zahlreichen Medien wieder über die Wahl berichtet und es wurde die Siegerrasse genannt und in Kurzform dargestellt. Zum Teil wurden ganz gezielt Züchter der Siegerrasse in den Lokalzeitungen vorgestellt und somit wurde eine hervorragende Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für unser Hobby betrieben. Vielfach gab es auch Anfragen der Medien über die Rassekaninchenzucht ganz allgemein und die Vereine vor Ort konnten sich entsprechend präsentieren bzw. die Wahl als „Aufhänger“ für eine Berichterstattung in der Lokalpresse nutzen.

Der Termin für die Wahl wurde auch in diesem Jahr wieder bewusst so gelegt, dass die Veröffentlichung des Ergebnisses noch rechtzeitig vor Ostern erfolgen kann. Weil die Redaktionen der Lokalpresse erfahrungsgemäß in der Vorosterzeit Zeit, dank der Symbolfigur des Osterfestes, dem Osterhasen, recht interessiert an Texten und Fotos rund um die Rassekaninchenzucht sind, können somit auch von den örtlichen Kaninchen- und Kleintierzuchtvereinen entsprechende Werbeaktionen in der Lokalpresse rund um Ostern erfolgen.

Dank für die Unterstützung dieser Aktion

Mein Dank für die Unterstützung gilt den Redaktionen der Fachzeitungen „Kaninchenzeitung“ und „kleintiernews– Faszination Rassekaninchenzucht“ auch jeweils mit ihren Internetseiten, den Interportalen „Rassekaninchenzucht-Forum“ (www.rkz-forum.de), „Fachforum Rassekaninchenzucht“ (www.frkz.de)  und „Kaninchenzucht“ (www.kaninchenzucht.de) sowie den zahlreichen LV, KV, Clubs und Vereinen, die ein entsprechendes Banner auf ihre Homepage setzten, das auf diese Aktion hinwies. Vom RKZ-Forum stammte das Aktions-Banner, das auf der Internet-Sonderseite und auch in den Internetportalen veröffentlicht wurde. Weiterhin wurden vom „RKZ-Forum“ Entwürfe sowohl für die Kurzbeschreibungen der zur Wahl stehenden zehn Rassen als auch für den Rassebericht der Siegerrasse gefertigt. Ich bedanke mich sehr herzlich für diese hervorragende Unterstützung und Mitarbeit!

Kurzbeschreibungen der zur Wahl gestandenen Kaninchenrassen

Deutsche Riesen, schwarz
Die Deutschen Riesen sind die größte aller anerkannten Kaninchenrassen mit einem
Idealgewicht von 7,00 bis 11,5 kg.  Als Urahnen werden die Belgischen Riesen angesehen, die sich um das Jahr 1900 auch in Deutschland verbreiteten. Die Tiere zeichnen sich besonders durch ihre tiefschwarze Farbe und das glänzende Fell aus. Aktuell wird dieser Farbenschlag laut TGRDEU in 34 Zuchten in Deutschland gezüchtet.

Hasenkaninchen, rotbraun
Das Hasenkaninchen soll, wie es der Name schon sagt, mit der rassetypisch hohen Stellung und Wölbung des Rückens dem Feldhasen ähneln. Es stammt vom belgischen Landkaninchen ab und wurde um 1900 in Deutschland eingeführt. Die Feingliedrigkeit ist das einzigartige Merkmal dieser Rasse. Bei diesem Farbenschlag wird eine intensiv rötliche Deckfarbe verlangt. Aktuell sind hier 638 Zuchten in Deutschland erfasst. Das Idealgewicht liegt zwischen 3,50 und 4,25 kg.

Mecklenburger Schecken, blau-weiß
Dieser Farbenschlag  der Mecklenburger Schecken wurde um 1980 in Deutschland erzüchtet. Obwohl die Mantelscheckung bei allen Widderassen weit verbreitet ist, ist diese Zeichnung bei den größeren Rassen mit Stehohren nur bei den Mecklen-
burger Schecken vertreten. In den vergangenen Jahren konnten auf verschiedenen Schauen hochprämierte Vertreter dieser Rasse präsentiert werden. Das Idealgewicht liegt zwischen 4,50 und 5,50 kg. Aktuell wird dieser Farbenschlag in 66 Zuchten im Bereich des ZDRK gezogen.

Deutsche Kleinwidder, gelb
Die Deutschen Kleinwidder sind in den Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts erzüchtet worden und haben in den vergangenen Jahrzehnten eine explosionsartige Verbreitung gefunden. Das Idealgewicht liegt zwischen 3,00 und 3,50 kg. In der Zwischenzeit sind zahlreiche verschiedene Farbenschläge anerkannt. Der gelbe Farbenschlag in Verbindung mit dem Widder-Typ wirkt sehr attraktiv, fristet allerdings häufig ein Schattendasein. Hier sind aktuell nur 10 Zuchten registriert.

Holländer, japanerfarbig-weiß
Bereits im 16. Jahrhundert kann man auf Bildern Kaninchen mit Holländerzeichnung sehen. Als Ahnen sind die belgischen „Brabanter Kaninchen“ anzusehen. In England wurde diese Rasse „verfeinert“ und so entstanden die Holländerkaninchen, die sich in vielen Ländern verbreiteten. In Deutschland wurde diese Rase um 1880 bekannt und kurze Zeit später wurden auch schon die ersten japanerfarbigen Holländer ausgestellt. Das Zusammenspiel der Holländer- und der Japaner-Zeichnung erfordert eine besondere züchterische Leistung. Immerhin 126 Zuchten im ZDRK haben sich diesem hohen Schwierigkeitsgrad gestellt. Das Idealgewicht beträgt hier zwischen 2,50 und 3,25 kg.

Sachsengold
Dieser Vertreter der kleinen Rassen wurde in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts in der ehemaligen DDR erzüchtet und im Jahr 1960 dort anerkannt. Zuchtziel ist ein blockiges Kaninchen mit seinem typischen rotgelben Fell. Diese Rasse mit einem Idealgewicht von 2,75 bis 3,25 kg hat sich im gesamten Gebiet des ZDRK auf aktuell 775 Zuchten verbreitet und wird auf vielen Ausstellungen präsentiert.

Farbenzwerge, marderfarbig braun
Die kleinste der laut Standard zugelassenen Rassen mit einem Idealgewicht von 1,10 bis 1,35 kg ist in Sachen Farbspektrum riesig. Es stehen 50 verschiedene Farbenschläge zur Auswahl. Die marderfarbigen Farbenzwerge sind als schwer zu züchtende Rasse zu bezeichnen. Auf der einen Seite steht das Zwergen-Gen, welches für die Kleinwüchsigkeit verantwortlich ist und auf der anderen Seite sind die Abzeichen der Marderkaninchen zu beachten, die spalterbig sind und so nur ein Teil der Nachkommen die typischen Anforderungen der Marderfarbe zeigt. Für viele Züchter, die sich diesen hohen Anforderungen verschrieben haben, macht jedoch gerade das den Reiz dieser Kombination aus. Farbenzwerge marderfarbig braun werden heute in sehr guter Qualität auf Ausstellungen gezeigt, es sind allerdings aktuell nur 16 Zuchten registriert.

Satin-Thüringer
Das Satinkaninchen ist eine der weniger Rassen, die nicht in Europa erzüchtet wurde sondern deren Ursprung um 1930 in den Vereinigten Staaten liegt. Diese Rasse hat den Sprung über „den großen Teich“ geschafft und erfreut sich auch in Deutschland einer großen Beliebtheit. Die typische Zeichnung der Thüringerkaninchen kommt bei der Verbindung mit dem Satinglanz bei diesen Tieren, die ein Idealgewicht von 3,25 bis 4,00 kg haben, besonders gut zur Geltung. Aktuell gibt es 139 Zuchten in unserem Verband.

Chin-Rexe
Die Rexkaninchen entstanden um 1920 in Frankreich. In den ersten Jahren wurde diese Rasse zu einer „Moderasse“ die zu horrenden Preisen gehandelt wurde und sich schnell über ganz Europa verbreitete. Auch die chinchillafarbigen Vertreter wurden bereits um 1925 in Deutschland gezüchtet. Das typische kurzhaarige Rexfell und die teilalbinotische Chinchilla-
farbe sind das Markenzeichen dieser schönen Rasse. Das Idealgewicht liegt zwischen 3,25 und 4,50 kg. Aktuell gibt es 88 Zuchten mit dieser Rasse.

Jamora, harlekinfarbig
Diese besondere Rasse wurde erst 1993 in den Standard aufgenommen. Ziel war es, kleine bunte Langhaarkaninchen zu züchten. Bei einem Idealgewicht von 2,00 bis 2,50 kg, der Zeichnung eines Japanerkaninchen und dem Langhaar (angoraähnliches Fell, das nicht geschoren wird und ohne den Kopfschmuck des Angorakaninchens) ist dem Erzüchter eine besonders aparte Rasse gelungen. Es ist eigentlich verwunderlich, dass diese schönen Tiere bisher immer noch ein Schattendasein fristen. Leider haben sich nur wenige Züchter der Aufgabe gestellt, diese Rasse zu erhalten und zu verbreiten, denn aktuell gibt es nur 15 Zuchten.

 Wolfgang Elias
ZDRK-Referent für Öffentlichkeitsarbeit

 

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