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19. Dezember 2018 |
Tipps für Anfänger Kaninchenrassen Schaukalender

Sommermonate: Kleintiere leiden besonders unter Hitze

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Wenn die Temperatur-Anzeige über die 25-Grad-Marke klettert, wird es für Tier und Mensch unangenehm. Doch während wir uns selbstständig mit Klimaanlage und kühlen Getränken die heißen Tage erträglicher gestalten, sind Haustiere komplett auf unsere Hilfe angewiesen. Gerade Kaninchen, die sich in freier Wildbahn in ihren kühlen Bau zurückziehen, oder Meerschweinchen, die in ihrer südamerikanischen Heimat Gebirgsregionen mit kühlerem Klima besiedeln, sind sehr hitzeempfindlich. Lesen Sie bei uns, wie Sie Ihren Haustieren die Hitze erträglich machen und wie Sie denen helfen können, die es im Sommer besonders hart trifft.

2009-05-03 Bergtierpark Blindham 013

Bildrechte: Flickr 2009-05-03 Bergtierpark Blindham 013  Allie Caulfield CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Tipps gegen die Hitze

Wir müssen unseren Tieren helfen, die Hitze zu überstehen. Schon kleine Vorkehrungen und Maßnahmen gestalten den Alltag von Kleintieren wie Meerschweinchen, Kaninchen und Co. viel angenehmer. Selbstverständlich sollte sein, dass die Wassertränke der Tiere zu jeder Zeit gefüllt ist. Das Wasser muss gerade im Sommer regelmäßig gewechselt werden, da sich bei der Hitze schnell gefährliche Bakterien vermehren können. Frische Gräser und Kräuter sind ein zusätzlicher Flüssigkeitslieferant und sollten regelmäßig verfüttert werden. Was Sie außerdem noch für ihr Tier tun können:   

Gehege verstärkt säubern
Hohe Temperaturen begünstigen die Vermehrung von Bakterien und Keimen in Käfig und Futternapf. Achten Sie im Sommer deshalb besonders darauf, Essensreste und andere Hinterlassenschaften möglichst schnell und gründlich zu beseitigen.
 
Schattenplatz ist ein Muss
Ob im Freigehege oder in der Wohnung, ein Schattenplatz ist im Sommer unbedingt notwendig. Ein gut belüfteter Unterschlupf, am besten mit natürlicher Beschattung durch Sträucher oder Bäume, ist ideal.
 
Achtung Zugluft
Ventilatoren, Klimaanlage oder andere Vorrichtungen schaffen zwar eine kühle Raumtemperatur, können aber auch gefährlich für Kleintiere werden. Starke Zugluft kann zur Erkältung oder Augenentzündungen führen.

Zusätzliche Kühlung
In ein Handtuch gewickelte Eiswürfel oder Kühlpads sorgen für eine Erfrischung im Gehege.
 
Für den Schlafplatz gilt
Keramikhäuschen immer solchen aus Plastik vorziehen und zusätzlich einen Sandplatz zum Abkühlen schaffen. Der Sand kann vorher im Kühlschrank gelagert werden.

Ferienzeit: Traurige Bilanz für Tierheime

Die Sommermonate bedeuten nicht nur zusätzliche körperliche Belastung für Tier und Mensch, auch in Tierheimen herrscht Hochbetriebr. Beginnt die Ferienzeit in Deutschland, steigt die Anzahl der ausgesetzten und zurückgelassenen Haustiere enorm. Die finanziell ohnehin stark belasteten Einrichtungen müssen zeitweise mit einer Verdopplung der Betriebs- und Personalkosten rechnen. Laut Aussagen des Deutschen Tierschutzbundes in Bonn steht jedes zweite Tierheim in der Bundesrepublik kurz vor dem Bankrott. Ohne die ehrenamtliche Hilfe und Spendenbereitschaft der Mitbürger können die Heime in Zukunft ihre so wichtige Aufgabe nicht mehr erfüllen. Mit verschiedenen Kampagnen und Aktionen macht der Tierschutzbund gerade im Sommer auf die Misere aufmerksam zu machen. Unterstützt vom Versicherer CosmosDirekt werden unter dem Motto "Wir helfen den Helfern" Unterstützung für die Heime mobilisiert und bundesweit Spenden gesammelt. Kampagnen wie "Rettet die Tierheime" sollen zusätzlich für Aufmerksamkeit sorgen und vor allem auch bei den Kommunen eine finanzielle Unterstützung einfordern.

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