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19. Dezember 2018 |
Tipps für Anfänger Kaninchenrassen Schaukalender

Kaninhop - Ein beliebter Sport

Ein beliebter Sport

Was ist das überhaupt?
 
Beim Kaninhop springen Kaninchen über eine bestimmte Anzahl von Hindernissen. Dabei werden sie vom Begleiter an der Leine geführt.
 
Ursprung
 
Ursprünglich kommt Kaninhop aus Schweden. Schwedische Züchter begannen diesen Sport zu betreiben und ließen ihre Kaninchen erstmals über Hindernisse springen. Von dort aus gelangte Kaninhop nach Dänemark und 1995 schließlich über den U31 Eutin nach Deutschland. Inzwischen gibt es im ZDRK zahlreiche Kaninhopgruppen in fast allen Landesverbänden. Um einen besseren Überblick zu bekommen und Interessierten eine Übersicht bieten zu können, gibt es seit geraumer Zeit das Kaninhopperverzeichnis, in dem sich alle Kaninhopgruppen, Schiedsrichter und Einzelhopper eintragen können.
 
Wer darf mitmachen?
 
Aktuell müssen die Begleiter mindestens 9 Jahre alt sein, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Beim Kaninhop machen nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen mit. Inzwischen betreiben sogar begeistert viele Züchter und Erwachsene Kaninhop. Die Kaninchen müssen mindestens 4 Monate alt sein, um an Turnieren teilnehmen zu dürfen.
 


Klasseneinteilung
 
Fälschlicherweise wird häufig angenommen, dass die Kaninchen nach ihrer Größe eingeteilt werden. Schließlich sei es ja unfair, wenn ein Farbenzwerg gegen einen Riesen springen müsse. Doch gerade die Zwergrassen wachsen häufig über sich hinaus und zeigen ein beachtliches Sprungvermögen. Die Einteilung der Klassen erfolgt deshalb in Leicht (max. 25cm hoch und weit), Mittelschwer (max. 35cm hoch und 40cm weit) und Schwer (max. 40cm hoch und 55cm weit).

Wettbewerbsarten
 
In Deutschland sind aktuell folgende Wettbewerbsarten erlaubt:

Gerade Bahn: Eine Reihe von hintereinander gestellten Hindernissen, deren Anzahl und Höhe sich nach den einzelnen Klassen richtet.
 
Leicht
mind. 8 Hindernisse + Start und Ziel
mind. 1,80m Abstand zwischen den Hindernissen
max. 25cm hoch
mind. 1 Weitsprung max. 25cm weit
Mittelschwer
mind. 10 Hindernisse + Start und Ziel
mind. 2,00m Abstand zwischen den Hindernissen
max. 35cm hoch
mind. 2 Weitsprünge max. 40cm weit
Wassergraben
Schwer
mind. 10 Hindernisse + Start und Ziel
mind. 2,00m Abstand zwischen den Hindernissen
max. 40cm hoch
mind. 3 Weitsprünge max. 55cm weit
Wassergraben
                      
Parcour: Wie beim Pferde-Springsport durcheinander aufgestellte Hindernisse, die durchnummeriert sind und deren Anzahl und Höhe klassenabhängig ist.
 
Leicht
mind. 8 Hindernisse + Start und Ziel
max. 25cm hoch
mind. 1 Weitsprung max. 25cm weit
Mittelschwer
mind. 12 Hindernisse + Start und Ziel
max. 35cm hoch
mind. 2 Weitsprünge max. 40cm weit
Wassergraben
Schwer
mind. 14 Hindernisse + Start und Ziel
max. 40cm hoch
mind. 3 Weitsprünge max. 55cm weit
Wassergraben
 
 
 
 
 
 
 

 



  
Punktespringen: Es werden 10 Hindernisse zu einer kreisrunden Bahn geformt. Die Höhe beträgt entweder 25cm oder 35cm. Jedes Kaninchen hat 1 min. Zeit so viele Hindernisse wie möglich fehlerfrei zu überwinden. Gerissene Hindernisse werden sofort wieder aufgebaut. Jedes fehlerfrei überwundene Hindernis ergibt einen Punkt. Das Kaninchen, das nach max. 4 Runden die meisten Punkte erreicht hat, hat gewonnen.
 
Duellspringen: Zwei Hindernisbahnen, die parallel je mit mind. 10 baugleichen Hindernissen entweder 25cm oder 35cm hoch aufgebaut werden. Es treten immer zwei Kaninchen gegeneinander an. Dabei gibt es zwei Wettbewerbsmöglichkeiten. Zum einen im k.o.-System, dort scheidet bei jedem Duell ein Kaninchen mit Begleiter aus und der Gewinner springt gegen den Gewinner des 2. Duells. Zum anderen kann jeder gegen jeden Springen und am Ende siegt das Kaninchen-Begleiterteam mit den meisten Siegen. 
 
Ausscheidungsspringen: Eine gerade Bahn mit 10 Hindernissen, diese werden in 5 Durchgängen jeweils um 8cm erhöht. (1. Durchgang max. 8cm, 2. max. 16cm, 3. max. 24cm, 4. max. 32 und 5. max. 40cm hoch). In den nächsten Durchgang kommen alle Kaninchen, die pro Runde weniger oder gleich 3 Fehler gemacht haben. Im letzten Durchgang zählen neben Fehlern auch die Zeit.

Equipment
 
Leine: Die Leine sollte 2m lang sein und darf nicht elastisch sein (Rollleinen sind auch verboten!), Der Karabinerhaken sollte nicht zu groß und schwer sein.

Geschirr: Das Geschirr sollte aus Hals- und Bauchgurt bestehen, die mit einem Steg über den Rücken des Kaninchens miteinander verbunden sind. Auch ein zusätzlicher Brustgurt ist erlaubt. Der Ring zur Befestigung der Leine muss ich am Stegende, welches mit dem Bauchgurt verbunden ist, befinden. Erfahrungsbericht Geschirre

Hindernisse: Die Hindernisse sind größtenteils selbst gebaut. Es gibt auch einen schwedischen Hindernisversand (Labraartic), allerdings ist dieser sehr
teuer.

Beim Bauen der Hürden ist einiges zu beachten. Die Seitenteile
müssen stabil sein und dürfen die Kaninchen nicht gefährden, die
Stangen müssen leicht aus den Auflagen fallen und als Auflagen für die
Stangen dürfen keine Nägel verwendet werden, da sich die Kaninchen
sonst schwer verletzten könnten. Deshalb sind Stangen aus 16mm
Elektrokabelrohren zu empfehlen oder Holzstangen, die schnell herunterfallen können. Anleitung zum Hindernisbau


Internetseiten zu Kaninhop
 
Kaninhopperverzeichnis
Kaninhop-Forum
Kaninho-Deutschland


Kaninhop Buch
 
Friedel Hillebrecht, KANINHOP, ISBN 9783886277445, 14,90€
 

Anja Abel

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