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19. Dezember 2018 |
Tipps für Anfänger Kaninchenrassen Schaukalender

Der Kaninchenstall und sein Zubehör

Wer sich ein Kaninchen anschaffen will, der muss für das neue Familienmitglied vorab optimale Haltungsbedingungen schaffen.


Der Kaninchenstall, beispielsweise online erhältlich auf LadenZeile, sollte unbedingt auf die Größe des Tieres abgestimmt werden. Im Handel gibt es zahlreiche Arten von Kaninchenställen, bei denen den Tieren häufig auch kleine Ausläufe angeboten werden. Wichtig bei solchen Ställen ist, dass der Untergrund entsprechend vor Durchgrabungen der Tiere vorbereitet wird. So empfiehlt es sich einen Draht ca. 50 in die Erde einzugraben oder aber den Boden mit beispielsweise Maschendrahtzaun abzudecken. Jedoch kann ein Kaninchenstall selbstverständlich auch individuell nach eigenen Vorstellungen selbst gebaut werden. Beim Selbstbau empfiehlt es sich Hartholz wie beispielsweise Lärche zu verwenden. Lärche enthält Bitterstoffe, die die Kaninchen in der Regel vom Anfressen abhalten.

Im Inneren des Stalles sollte eine s.g. Kotwanne aus Kunststoff oder Aluminium eingesetzt werden, die den Boden vor Durchrottungen schützen. Dies hat zudem einen hygienischen Vorteil, denn die Kotwannen können leichter gereinigt und desinfiziert werden.

Zur Komplettierung des Kaninchenstalls werden –unabhängig vom Haltungssytem– verschiedene Einrichtungen benötigt, um den Tieren eine hygienische Haltung und Fütterung zu gewährleisten. 
 
Täglich frisches und vor allem sauberes Trinkwasser muss den Tieren stets zur freien Aufnahme bereitstehen. Um dies zu gewährleisten stehen den Haltern mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Es können zum Einen einfache Wassernäpfe aus Steingut oder Glas verwendet werden, die jedoch täglich gereinigt werden müssen, damit stets hygienisch einwandfreies Trinkwasser verfügbar ist.

Besser eignen sich jedoch Tränkeflaschen, in denen das Wasser vor Verschmutzungen geschützt wird und die Wasseraufnahme auch deutlich besser kontrolliert werden kann. Insbesondere bei der Anbringung der Tränkeflaschen im Stall muss darauf geachtet werden, dass die Tiere ans Wasser kommen können.

Bei zentraler Wasserversorgung werden in der Praxis oftmals Nippeltränken verwendet.

Zur Fütterung von Mischfutter können Futternäpfe, Futterautomaten und bei Gruppenhaltung Tröge verwendet werden. Bei offenen Gefäßen wie Futternäpfen und Trögen ist die Verschmutzungs- und damit Infektionsgefahr sehr hoch, da sich die Tiere in die Gefäße setzen können. Um das Herausscharren des Futters zu unterbinden, sollte der Rand hoch genug und nach innen gekrümmt sein.

Insbesondere in der Buchtenhaltung hat sich die Verwendung von Futterautomaten mit Vorratsbehältern bewährt, die von außen oder innen angebracht werden können. Die Befestigung an die Tür sollte nur erfolgen, wenn durch große Türen weiterhin ausreichend Licht und Luft in die Bucht gelangen kann. Aus dem Vorratsbehälter rutscht das pelletierte Futter kontinuierlich in den Trog nach. Durch den perforierten Boden kann der Abrieb durchfallen, ein nach innen gebogener Trogrand verhindert das Herausscharren des Futters. Da das Kaninchen nur mit dem Kopf an den Trog gelangt, werden Verschmutzungen durch Kot und Urin verhindert.

Raufutter sollte zur Vermeidung von Futterverschmutzung in Raufen angeboten werden. Die Raufen können aus verbissfestem Plastikgeflecht oder verzinktem Draht gefertigt sein. Zur Vermeidung von Verletzungen müssen die Raufen sachgerecht angebracht werden und verschlossen sein. In der Praxis haben sich Türschließraufen bewährt. Bei perforiertem Boden unterhalb der Raufe sollte ein Brett angebracht werden, um durchfallendes Futter aufzunehmen.
 

Marina Walks
 

 

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