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16. September 2019 |
Tipps für Anfänger Kaninchenrassen Schaukalender

Kaninchen als Hobby

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Heimtier beim Liebhaber

Von über 23 Millionen Kleintieren (ohne Zierfische und Terrarientiere), die in deutschen Haushalten leben, nahmen die Heimtiere mit 6,2 Millionen Tieren im Jahr 2008 den zweiten Platz unter den Tierliebhabern ein. Mit Meerschweinchen und Hamstern gehört das Kaninchen zu den beliebtesten Tieren dieser Gruppe, das man in den vielfältigsten Formen und Farben antrifft. Damit hat sich der Stellenwert des Kaninchens innerhalb kürzester Zeit stark gewandelt. Aus dem ehemals reinen Nutztier wurden nach 1945 kleinere Rassen in den verschiedensten Formen und Farbenschlägen entwickelt bzw. neu gezüchtet. Die Heimtierhaltung des Kaninchens wurde durch die Verbreitung der Klein- und Zwergrassen um einiges vereinfacht.
 
Als Heimtier erfreut das Kaninchen nicht nur Kinder, auch viele tierliebe Erwachsene schätzen die Gesellschaft der Tiere. Der Umgang und die Beschäftigung mit dem Tier stellen einen befriedigenden Zeitvertreib dar. Durch den engen Kontakt zum Tier werden das Bedürfnis nach Zärtlichkeit und die Sehnsucht gestillt. Kinder und Jugendliche können mit Hilfe des Kaninchens mit der Natur und ihren Lebensabläufen vertraut gemacht werden.
 
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Die bei der Haltung und Pflege der Tiere zu übernehmenden Pflichten sind von hohem erzieherischem Wert, durch die Verantwortung, Disziplin, Zeitmanagement und nicht zuletzt Tierliebe gelehrt und vermittelt werden. Jedoch können Kinder nie die alleinige Verantwortung für ein Tier übernehmen. Sie müssen unbedingt von Erwachsenen angeleitet und beaufsichtigt werden, um zu lernen, mit den ihnen anvertrauten Tieren rücksichtsvoll umzugehen und deren Bedürfnisse zu respektieren. Als geselliges Tier kann das Kaninchen zu mehreren in Gruppen gehalten werden.

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Kaninhop

Beim Kaninhop springt ein Kaninchen über Hindernisse, während sein Besitzer es an einer Kaninchenleine führt. Der Trendsport für Kaninchen hat sich über Schweden und Dänemark nach Deutschland ausgebreitet. Dort wurde Kaninhop als interessanter Wettkampf entwickelt, der den natürlichen Bewegungsdrang des Kaninchens einbezieht und das Interesse vieler Zuschauer weckt. Kaninhop befriedigt das natürliche Bewegungs- und Spielbedürfnis der Tiere und verspricht daher Fitness, Spaß und Spiel für Mensch und Tier. Bei den Kaninhop-Veranstaltungen können sich Mensch und Kaninchen in unterschiedlichen Klassen im Wettbewerb messen. Auf Vorschlag der Standardkommision wurden 2007 erstmals Durchführungsbestimmungen des ZDRK für Kaninhop-Wettbewerbe herausgegeben. Nach Ablauf der Erprobungsphase von drei Jahren werden diese abschließend formuliert und verbindlicher Bestandteil der Bestimmungen des ZDRK. Für die Bewertung bei Kaninhop-Veranstaltungen sind Schiedsrichter nach Ausbildung und Prüfung im jeweiligen Landesverband zugelassen.
 
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Die „Gerade Hindernisbahn“ und der „Hindernisparcour“ sind jeweils in leichte, mittelschwierige und schwierige Klasse unterteilt, die sich in Zahl der Hindernisse und deren Höhe und Weite unterscheiden. In der leichten Klasse beispielsweise stehen im Parcours bzw. auf der Bahn mindestens 8 Hindernisse in einem Abstand von mindestens 180 cm. Die maximale Hindernishöhe beträgt 25 cm, ein Weitsprung mit maximal 25 cm ist in den Parcours integriert. Beim „Punktespringen“ gewinnt das Kaninchen, das in vier Durchgängen innerhalb einer Minute die meisten Hindernisse fehlerfrei auf einer Kreisbahn überspringt. Beim „Parallelspringen“ treten auf zwei parallel gebauten Hindernisbahnen immer zwei Kaninchen gegeneinander an, insgesamt startet jedes Tier gegen Jedes. Bei jedem Durchgang erhält der Sieger einen Pluspunkt, der Verlierer einen Minuspunkt, am Ende gewinnt das Kaninchen mit den meisten Pluspunkten. Beim „Auscheidungsspringen“ wird der Schwierigkeitsgrad der Bahn in jedem der fünf Durchgänge durch die Höhe der Hindernisse gesteigert. Die Kaninchen mit weniger als drei Fehlern im vorhergehenden Durchgang dürfen in der nächsten Runde starten. Im letzten Durchgang gewinnt das Kaninchen mit den wenigsten Fehlern bzw. bei gleicher Fehlerzahl mit der schnelleren Zeit.

Startberechtigt sind bei öffentlichen Wettbewerben nur solche Kaninchen, bei denen der Kaninhop-Leiter des Vereins zuvor die richtige Startklasse ermittelt hat. Damit die Kaninchen freiwillig über Hindernisse springen, sind gewisse Grundvoraussetzungen notwendig: Die Tiere müssen sich gern an der Leine bewegen, dürfen nicht ängstlich oder zu eigenwillig sein und müssen ihrem Begleiter vertrauen. Neben der Auswahl eines durch seine individuelle Art geeigneten Tieres sind Geduld und Vertrauen entscheidend am späteren Erfolg beteiligt. Das Kaninchen muss langsam an Brustgeschirr und Leine, an den mitlaufenden Menschen und schließlich an die Hindernisse gewöhnt werden. Je mehr Vertrauen das Tier zu seinem Begleiter aufbaut, umso besser kann auch das gemeinsame Ergebnis werden. Zur Wettkampfvorbereitung gehören ständige Trainings, ob im Verein oder auch zu Hause, damit sich die Tiere regelmäßig bewegen und das Gelernte behalten.

Zucht von Rassekaninchen

Neben den Kaninchen als Heimtieren ist auch die organisierte Zucht und Haltung von Rassekaninchen eine weit verbreitete Leidenschaft. Die Liebe zum Tier und die Freude am geselligen Miteinander von Gleichgesinnten "vereint" die Rassekaninchenzüchter in den Zuchtvereinen auf Orts-, Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene bzw. weltweit.

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Ziel der Züchter ist die Erhaltung der Rassenvielfalt des Kaninchens und die Züchtung entsprechend dem jeweiligen Zuchtstandard. In Deutschland werden 98 verschiedene Rassen in 397 Farbenschlägen planmäßig von etwa 160.000 Mitgliedern des Zentralverbandes Deutscher Rassenkaninchenzüchter e.V. (ZDRK) gezüchtet und betreut (Stand 2008). Im Vordergrund stehen für die Züchter die ideellen Werte dieser naturverbundenen, interessanten und schöpferischen Freizeitbeschäftigung. Der Züchter beeinflusst unmittelbar die biologischen Vorgänge bei der Fortpflanzung, Vererbung und Entwicklung und ist verantwortlich für das Wohlergehen seiner Schützlinge, welches er direkt durch Haltung, Ernährung und Krankheitsprophylaxe beeinflussen kann. Der enge Kontakt mit den Kaninchen fördert die Liebe zur Natur und verschafft tiefe Einblicke in den Jahreslauf des Lebens. Der zeitliche und finanzielle Aufwand zahlt sich durch die Freude und die Genugtuung bei der Pflege und Arbeit mit den Tieren aus, aber auch unmittelbare Erfolgserlebnisse können auf Ausstellungen gewonnen werden. Auf den Schauen messen sich Züchter der jeweiligen Rasse im friedlichen Wettstreit. Die Preisrichter geben mit der Bewertung der Tiere Hinweise zu deren Zuchtwert. Auf den Ausstellungen erhält der Züchter auch Gelegenheit, Vergleiche mit den Tieren anderer Züchter anzustellen und Tiere zu kaufen oder zu verkaufen. Durch die verschiedenen gesellschaftlichen Veranstaltungen der Kaninchenzüchtervereine kann der Züchter andere gleichgesinnte Menschen kennen lernen, Erfahrungen austauschen und durch gute Fachvorträge seine Kenntnisse erweitern. Die Zucht von Rassekaninchen fördert dadurch die Kameradschaft und Freundschaft.

 

Fotos kleintiernews.de
      
Expertenteam Kaninchen
Muskator Werke GmbH
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