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22. September 2018 |
Tipps für Anfänger Kaninchenrassen Schaukalender

Japaner-Rexe

Eine Bereicherung der Palette unserer Rexkaninchen

Zum 1. Oktober 2007 wurden sie als neue Rasse in den Einheitsstandard des ZDRK aufgenommen.

Der japanerfarbige Farbenschlag unserer Rexkaninchen ist in der Schweiz seit 1950 anerkannt. Der Züchter Richard Wannenmacher aus Erchlikon züchtete die Japaner-Rexe mit Erfolg. Im Jahre 1972 machte Ernst Echert mit mehreren Zuchtfreunden wieder einen vielversprechenden Neuanfang. Der Japaner-Experte Hans-Dieter Einenkel züchtete die Japaner-Rexe bis zur Wende als zugelassene Rasse und setzte zum Glück auch nach der Wende im ZDK seine schwierigen Gehversuche fort.
 
Was wir zur weiteren Förderung der Japaner-Rexe von vorneherein brauchen, ist:

* Etwas Fingerspitzengefühl
* Unternehmungslust
* Gemeinschaftsgedanken
* Mut und die nötige Ausdauer

Meines Erachtens handelt es sich nicht um eine neue Rasse, sonder lediglich um eine weitere Blume im bunten Strauß der Rexkaninchen. Auch bei den Japaner-Rexen gelten zunächst die typischen Anforderungen unserer Kurzhaarrassen. Die einzelnen Haare dürfen weder wellig sein, noch Locken bilden. Sie müssen über eine genügende Stabilität verfügen. Wenn man mit der flachen Hand gegen den Strich über das Fell streicht, sollen die Haare fast senkrecht stehen bleiben oder nur langsam in ihre Ausgangslage zurücksinken. Bleiben die Haare nach dem Streichen gegen den Strich liegen, so ist das ein Anzeichen von zu dünnem Fellhaar. Die feinen, nicht gekrümmten Grannenhaare sollen mit dem Unterhaar in Höhe abschneiden. Die Grannenspitzen dürfen aus dem Wollflaum höchstens 1 mm herausragen. Der Nackenteil sei möglichst klein und lockenfrei, doch werden sich wellige Haare im Nackenteil und am Bauch (Geschlechtsteil) nicht vermeiden lassen. Je glatter die Nackenpartie und desto wertvoller das Fellhaar.
 

Japaner Rexe
Siegertier der Japaner-Rexe auf der
Bundes-Rammlerschau 2007 in Neumünster.

Für die Kopf- und Ohrzeichnung der Japaner-Rexe ist der Kontrast von Schwarz (bzw. Schwarzgeblümt) und Gelb (bzw. Gelbgeblümt) charakteristisch. Als ideal gilt eine kreuzweise geteilte Zeichnungsanlage.
Auch hinsichtlich der Rumpfzeichnung muss man sich am normalhaarigen Japanerkaninchen orientieren. Die Farben Schwarz und Gelb sind über den ganzen Körper unregelmäßig verteilt ohne dabei zu große Farbfelder zu bilden. Gefordert wird durchgehend oder versetzt, die Ring- oder Fleckenzeichnung. Die Zeichnung ist umso wertvoller, je abwechselungsreicher die Streifung an beiden Körperseiten ist. Auf jeder Seite werden wenigstens drei Farbfelder, die sich auf der Mitte des Rückens teilen, gefordert. Tiere mit einer unterschiedlichen Anzahl von Farbfeldern auf beiden Seiten können bewertet werden. Die Zeichnung von Brust und Vorderläufe soll mit der Kopf- und Ohrenzeichnung übereinstimmen, wobei Schwarz und Gelb kreuzweise versetzt sein sollen. Japaner-Rexe sind zweifarbig. Die beiden Farben Schwarz und Gelb sollen sich durch gute Abgrenzung der Farbfelder kontrastreich voneinander abheben. Die einzelnen Farbfelder werden möglichst rein erwünscht, ohne starke Durchsetzung der Zeichnungsfarbe. Die Farbe des Bauches ist insgesamt etwas matter. Am Bauch, an der Innenseite der Läufe und der Unterseite der Blume sind weiße Stellen gestattet. Die Augen sind braun, die Krallen dunkel- bis hellhornfarbig.

Heute sind Kurzhaarkaninchen in aller Welt beliebt. Innerhalb der übrigen Rassen bilden sie eine ganz besondere Gruppe. Nicht verschwiegen werden darf hier auch die Tatsache, dass Farben und Zeichnungen auf dem Kurzhaar anders als beim Normalhaarkaninchen wirken.

 
Um die Geschichte einer Kaninchenrasse belegen zu können, müssten folgende Teilaspekte behandelt werden:

* Frühe Meinungen und Belege
* Genektik und Genotyp
* Aussehen der früheren Rassevertreter,
* Entwicklung der Standardbeschreibungen
* wichtige Züchter der Rasse
* Chronik der Schauerfolge

Die Kombination des Japanerfaktors mit dem Rexfell ist das große Ziel.
Denn die Zeichnung des Japanerkaninchens ist wohl als etwas Einmaliges in der Kaninchenzucht, wenn nicht sogar in der gesamten Tierzucht überhaupt, anzusehen. Wenn wir bei allen anderen Zeichnungen immer ein ganz bestimmtes Bild fordern, so ist das beim Japaner nicht der Fall. Hier ist Unregelmäßigkeit Trumpf, kaum ein Tier gleicht dem anderen. Das soll auch so sein und ist nicht etwa nur als Notlage hinzunehmen. Obwohl wir nun keineswegs eine genaue exakt bestimmte Zeichnung wünschen, so sind dennoch die genannten Rahmenbedingungen zu erfüllen.
Diese reizvolle Kombinationsrasse (Japaner- und Kurzhaarfaktor AbjCDGrex/AbjCDGrex) hat ihre Ahnen auf Seiten der Japaner und zum anderen bei den Castor-, Gelb-, Schwarz- Rhön-Rexen. Unsere Japaner-Rexe sind im Europastandard anerkannt, sie werden gezüchtet in der Schweiz, Belgien, Tschechien, Österreich, Holland und Frankreich.

Hans-Jürgen Fieber

 

Die Musterbeschreibung wurde uns freundlicherweise von der Arbeitsgemeinschaft der Japaner-Rex-Züchter zur Verfügung gestellt.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den Züchtern Hans-Jürgen Fieber und Hermann Böhm.

Japaner-Rexe (JRex)

Japaner Rexe

 
Bewertungsskala
 
1. Gewicht 
20 Punkte
2. Körperform, Typ und Bau
20 Punkte
3. Fellhaar
15 Punkte
4. Kopf- und Ohrenzeichnung
15 Punkte
5. Rumpfzeichnung
15 Punkte
6. Farbe
10 Punkte
7. Pflegezustand
__5 Punkte
 
100 Punkte
 
 
Gewichtbewertung

2,50
bis 2,75
bis 3,00
bis 3,25
bis 3,50
über 3,50
Höchstgewicht   
15
16
17
18
19
20
4,50
 
 
 
1. Gewicht
Normalgewicht über 3,50 kg. Mindestgewicht 2,50 kg. Höchstgewicht 4,50 kg.

2. Körperform, Typ und Bau:

Siehe „Allgemeine Darstellung“, Standard 2004, Seite 252 ff

3. Fellhaar:
Siehe „Allgemeine Darstellung“, Standard 2004, Seite 253

4. Kopf und Ohrzeichnung:
Für die Kopf- und Ohrzeichnung der Japaner-Rexe ist wie beim normalhaaringen Japanerkaninchen charakteristisch der Kontrast der Farben schwarz bzw. schwarzgeblümt und gelb bzw. gelbgeblümt. Als ideal gilt die kreuzweise geteilte Zeichnungsanlage.

Leichte Fehler: Nicht kreuzweise geteilte Kopf- und Ohrenzeichnung.

Schwere Fehler: Gänzlich einheiltlich geblümter Kopf mit beidseitig gleichfarbigen Ohren.

5. Rumpfzeichnung
Die Farben schwarz und gelb sind über den ganzen Körper unregelmäßig verteilt, ohne dabei zu große Farbfelder zu bilden. Gefordert wird, durchgehend oder versetzt, die Ring- oder Fleckenzeichnung. Die Zeichnung ist um so wertvoller, je abwechslungsreicher die Streifung an beiden Körperseiten ist. Auf jeder Seite werden wenigstens 3 Farbfelder, die sich auf der Mitte des Rückens teilen, gefordert. Tiere mit einer unterschiedlichen Anzahl von Farbfeldern auf beiden Seiten dürfen bewertet werden. Die Zeichnung von Brust oder Vorderläufen soll mit der Kopf- und Ohrenzeichnung übereinstimmen, wobei schwarz und gelb kreuzweise versetzt sein sollen.

Leichte Fehler: Große Farbfelder (mehr als 1/3 der Körperlänge), einfarbige Vorderläufe mit gleichfalls einfarbiger Brustfarbe.

Schwere Fehler: Völlig durchsetze, verschwommene Farbfelder am Rumpf. Weniger als 3 Farbfelder auf einer Seite.

6. Farbe:
Das Japanerkaninchen ist zweifarbig und zwar schwarz-gelb. Die beiden Farben schwarz und gelb sollen sich durch gute Abgrenzung der Farbfelder kantrastreich voneinander abheben. Die einzelnen Farbfelder werden rein erwünscht, ohne starke Durchsetzung der Zeichnungsfarben. Die Farbfelder sollen in der Mitte intensiv farbig und mit gutem Glanz versehen sein. Die gelbe Farbe darf variieren, doch ist eine satte Farbe vorzuziehen. Die Farbe des Bauches ist insgesamt etwas matter und glanzloser. Am Bauch, an der Innenseite der Läufe und der Unterseite der Blume bleiben weiße Flecken oder Felder unberücksichtigt. Die Farben verlieren bei mehrjährigen Tieren ihre Leuchtkraft, dies ist bei der Beurteilung zu berücksichtigen. Die Augen sind braun, die Krallen hornfarbig.

Leichte Fehler: Etwas unreine, durchsetzte Farben.

Schwere Fehler:Weiße Flecken oder Felder an den sichtbaren oberen Körperteilen; weiße Abzeichen an der Nase oder Zehen. Andere als braune Augen, pigmentlose Krallen.


7. Pflegezustand:
Siehe >>Allgemeines<<

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