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19. Dezember 2018 |
Tipps für Anfänger Kaninchenrassen Schaukalender

Giftige Pflanzen für Kaninchen

Immer mehr Kaninchenzüchter und Halter achten auf eine möglichst ausgewogene Ernährung ihrer Tiere und reichen regelmäßig Frischfutter. Bei Fressunlust oder Darmkrankheiten bei den Kaninchen greift man lieber auf Kräuter und bewährte Hausmittel zurück als sofort Medikamente einzusetzen.

Doch die Fütterung mit frischen Kräutern und alles was aus dem Garten kommt, setzt voraus, dass man sich damit auskennt, denn nicht alles tut Mensch und Tier gut. Einige Pflanzen sind sogar sehr giftig.

Im Sommer ist der blühende Goldregen oder Blauregen herrlich anzusehen. Dass diese giftige Pflanze nicht verfüttert wird, dürfte klar sein. Darüber hinaus sollte man jedoch auch darauf achten, dass die Kaninchen, wenn sie entsprechenden Auslauf im Garten haben, nicht davon fressen können. Ebenso gefährlich können Eiben sein. Diese werden gerne als Hecke oder Sichtschutz gepflanzt. Hier sind die Nadeln und Früchte bei höherem Konsum gefährlich.
Weiterhin als giftig eingestuft werden Eisenhut und Fingerhut, Rhododendron und Ginster oder auch Wandelröschen und Rittersporn.

Bei genügend Nahrung werden die Kaninchen die ihnen unbekannten Pflanzen erst nur in kleinen Mengen probieren. So wie in der freien Natur, passt sich das Tier der Umgebung an und stellt sich auf das vorhandene Nahrungsangebot ein. Wenn von vielen Pflanzen schon kleinste Mengen zum Tode führen würden, wären die Wildkaninchen mittlerweile wahrscheinlich schon ausgestorben.

Während die einen vor bestimmten Pflanzen warnen, werden diese von anderen bedenkenlos mitgefüttert. So sortieren viele Kaninchenhalter den Wiesen-Bärenklau nicht aus ihrem Grünfutter heraus, sondern lassen diesen mit in der vielfältigen Mischung. Außerdem wird berichtet, dass der Verzehr von Tollkirschen bei Kaninchen keine sonderlichen Auswirkungen zeigt.
Das ist natürlich alles immer relativ gesehen. In großen Mengen können viele Pflanzen giftig sein. Es kommt auf die Dosierung an. In kleiner Dosierung können als giftig geltende Pflanzen auch als Medizin eingesetzt werden. Hier sollte man jedoch einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker fragen.

Sollten die Kaninchen dennoch einmal unkontrolliert Giftpflanzen gefressen haben und auffällige Symptome zeigen, wie z.B. Futterverweigerung, Abmagerung, Blähbauch, Veränderung der Schleimhäute an Augen und Nase, ist es ratsam, schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen und auf die gefressenen Pflanzen hinweisen.

Grundsätzlich sollten die giftigen Pflanzen dort platziert werden, wo sie für Kinder und Tiere keine Gefahr darstellen.
 

Michael Gerker

Bildnachweis: Sarah.Camille, fotolia; #157437680

 

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