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19. Dezember 2018 |
Tipps für Anfänger Kaninchenrassen Schaukalender

Gewichtsregulierung durch richtige Ernährung

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Nicht nur bei Menschen steht zum neuen Jahr eine Diät auf der Liste der guten Vorsätze. Auch Kaninchen neigen manchmal zu Übergewicht. Um negative Folgen, die sich auf Gesundheit und Lebensdauer auswirken, zu verhindern, heißt also auch der Neujahrsvorsatz für die kleinen Lieblinge: Gewichtsregulierung. Das Kaninchen gesund zurück auf ein Normalgewicht zu bringen, schafft man mit richtiger Ernährung und mehr Bewegung.
 

Diagnose Übergewicht

Bei einem Kaninchen mit Normalgewicht sind die Rippen bei leichtem Druck spürbar. Der Rücken ist weder zu hart noch zu weich, die Schenkel sind fest, und die Haut liegt locker auf. Nimmt man das Tier hoch, ist es unter Spannung und nicht kraftlos. Je nach Rasse ist auch die Wirbelsäule leicht fühlbar. Zeichen für Übergewicht sind ein weicher Rücken und weiche Schenkel. Auch sind die Rippen nicht mehr zu ertasten. Verhält sich das Tier zudem eher träge und frisst übermäßig, ist die Gefahr von Übergewicht ebenfalls groß. Eine richtige Diagnose kann aber nur der Tierarzt geben.
 

Dickmacher vermeiden

Nulldiäten sind für Kaninchen absolut nicht geeignet und können sogar dazu führen, dass der Stoffwechsel versagt. Da Kaninchen einen sogenannten Stopfmagen haben, müssen immer mindestens Heu und Wasser zur Verfügung stehen. Bei Hunden und Katzen wird Royal Canin und Dr Clauders Futter zur Gewichtsregulierung eingesetzt, das man in gut sortierten Online-Shops wie MedicAnimal findet. Für Kaninchen gibt es aber keine spezielle Diätnahrung. Im Shop findet sich dafür unter anderem Kräuterheu und Wiesenheu von Burns, das bei Gewichtsproblemen verstärkt zum Einsatz kommen kann. Es ist reich an Ballaststoffen und unterstützt so die Verdauung besonders nachhaltig.

Bei der Fütterung muss man natürlich auch unterscheiden, ob es um eine kleine oder große Kaninchenrasse handelt und ob das Kaninchen beispielsweise auch Nachzucht bringen soll. Bei Tieren, die auch zur Zucht eingesetzt werden, auf Ausstellungen präsentiert werden und generell bei mittleren und großen Rassen ist eine eiweißreiche, ausgewogene Fütterung sehr wichtig. Hier gibt es verschiedenste Marken an Pellet- und Strukturfutter. Bei kleinen Kaninchen und Zwergrassen in der Wohnung sieht eine artgerechte Fütterung  schon wieder anders aus. Bekommt das Kaninchen Trockenfutter, und womöglich noch sehr viel davon, kann das die Ursache für Übergewicht sein. Eine Ernährungsumstellung auf gutes Heu, Obst und Gemüse sowie beispielsweise getrocknete Blätter hilft meist das Problem einzudämmen. Das Trockenfutter sollte aber nicht von einem Tag auf den anderen abgesetzt werden. So wie bei der Umstellung auf neues Futter muss dem Kaninchen schrittweise über einen Zeitraum von etwa vier Wochen das Trockenfutter abgewöhnt werden. Bei zu schneller Absetzung drohen Durchfall oder Blähungen.

Bewegung hilft

Kaninchen brauchen Platz. Auch ein zu kleiner Käfig oder zu wenig Auslauf begünstigen Übergewicht. Das Futter an verschiedenen Stellen im Stall zu positionieren, die Heuraufe etwas höher zu hängen, verschiedene Ebenen schaffen, alles, was ein wenig Mühe macht und wofür die Kaninchen sich strecken müssen, sorgt für mehr Bewegung und hilft so auch, das Gewicht zu regulieren.

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