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19. Dezember 2018 |
Tipps für Anfänger Kaninchenrassen Schaukalender

Frisches Grünfutter für Kaninchen in den Sommermonaten

Grobfutter und Kräuter auf dem Speiseplan

Viele Züchter arbeiten bei ihren Kaninchen mit einer kombinierten Fütterung. Bei dieser Fütterungsmethode werden eigene Komponenten wie Grünfutter oder Futterpflanzen als Basisfutter eingesetzt und durch Beifutter, wie z.B. Pellets, ergänzt. Vor allem in der warmen Jahreszeit bekommen die Tiere so eine willkommene Erfrischung, da die frischen Futtermittel einen hohen Wassergehalt haben.
 

Durch die Vielzahl der frischen Pflanzen hat hier jeder Züchter sein Spezialrezept, doch sollten hier einige wichtige Dinge beachtet werden.
 

Was kann man verfüttern?

Die Auswahl ist sehr groß und da steht man als Züchter natürlich schnell vor der Frage, was man überhaupt verfüttern kann. Wenn eine eigene Fläche für Grünfutter zur Verfügung steht, sollte darauf geachtet werden, dass nicht nur ein „Wirtschaftgras“ eingesät wird, sondern eine gute Mischung aus Gräsern, Klee, Wicken und Kräutern. Löwenzahn kommt durch die natürliche Aussaat meist automatisch hinzu.

    Die 4 Goldenen Regeln
  1. Futter stets sauber und trocken lagern
  2. Verschmutzung durch Hunde, Katzen, Vögel und Ungeziefer vermeiden
  3. Kein warmes oder gegorenes Grünfutter verfüttern
  4. Kein schimmeliges oder muffig riechendes Futter verwenden. Dieses gilt auch für Heu

Zahlreiche Kräuter und Unkräuter sind Leckerbissen für unsere Kaninchen und in Kombination mit weiterem Futter zu empfehlen. Dazu zählen beispielsweise Schafgarbe, Sauerampfer, Rainfarn, Kamille, Klebkraut, Brennesseln (nur angewelkt füttern), Bärenklau, Huflattich, Quecke und vieles mehr. Eine zu eiweißreiche Fütterung, beispielsweise ausschließlich mit Luzerne, ist nicht zu empfehlen.

Einige Giftpflanzen, die für andere Tiere und Menschen bedenklich sind, wie z.B. Schöllkraut, Sumpfdotterblume, Ackerwinde, Kornrade, Hahnenfuß oder Mohn, können im Gemisch mit anderem Grünfutter in kleinen Mengen gereicht werden.

Nicht verfüttert werden sollten Stechapfel, Herbstzeitlose, Schierling, Fingerhut und Sträucher wie Goldregen, Eibe, Oleander, Seidelbast oder Tollkirsche.

Mit einer ausgewogenen Basisfütterung in Kombination mit hochwertigen Futtermischungen erhalten die Kaninchen alles, um sich zum Herbst hin prächtig zu entwickeln.

DAS FUTTERHAUS beispielsweise bietet in seinen Geschäften nicht nur eine gute Auswahl an Futter für Kleintiere, sondern gibt auch zahlreiche Ernährungs-Tipps auf seiner Internetseite.
 

Heu als wichtige Ergänzung

Wer nun eine eigene Grünfläche – im Idealfall in der zuvor beschriebenen Vielfalt – hat, kann hier auch selber ein hervorragendes Heu machen. Besonders eignet sich hier der 1. Schnitt im Mai oder Juni.

Wenn das Heu bei gutem Wetter nach 3 bis 5 Tagen eingeholt wird, sollte es 6 bis 8 Wochen lagern, da in diesem Zeitraum eine Fermentationsphase stattfindet. Bei einer vorzeitigen Verfütterung kann es bei den Kaninchen zu Verdauungsstörungen kommen.

Ein gutes Heu sollte den Kaninchen immer zur Verfügung stehen und ganzjährig zugefüttert werden.
 

Fertigfutter mit wichtigen Nährstoffen und Mineralien

Von der Industrie wurden zahlreiche Futtermittel in Pelletform oder als Futtermischungen entwickelt. Unter Beigabe dieser Komponenten erhalten die Kaninchen alles, um in 6 bis 8 Monaten ihr Normalgewicht zu erreichen.

Bei den Fütterungsempfehlungen der Hersteller muss die Beigabe des Grünfutters berücksichtigt werden, da diese auf eine Alleinfütterung basieren. Hier muss jeder Züchter für seine Rasse das richtige Verhältnis finden.

Bei einer ausschließlichen Trockenfütterung muss den Tieren immer ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stehen. Dieses muss auch bei der Grünfütterung eine Selbstverständlichkeit sein; jedoch ist der Verbrauch dann deutlich geringer.

 

Quellnachweis:
Kaninchen, Peter Schley, Verlag Eugen Ulmer, 1985
fur & feather, Official Journal of the British Rabbit Council, Ausg. Juli 2011

 

 

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