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16. Dezember 2018 |
Tipps für Anfänger Kaninchenrassen Schaukalender

Familie Bockenfeld, Zwergwidder und Kleinsilber gelb


ZGM Lars und Christel Bockenfeld

Vom Virus „Kaninchenzucht“ angesteckt

Vor ein paar Jahren, gab es einmal einen Jugendlichen, der immer schon ein Kaninchenliebhaber war. Seit Lars vier Jahre alt war hielt er immer einige Streichelkaninchen. Dies waren keine Rassetiere, doch verbrachte er stets viel Zeit bei seinen Langohren. Er kümmerte sich schon als kleines Kind ganz allein und eigenverantwortlich um seine Tiere.

Zu den jährlichen Schauen des örtlichen Kaninenzuchtvereins W175 Südlohn und Umgebung e.V. ging er stets gern. Im besagten Jahr war der Vater „vorabendgeschädigt“ und musste seinen Junior mit einigen Euros ausgestattet allein zur Ausstellung schicken.
  
Wie es bei Kindern halt so ist, kaufte er sich ein paar Lose. Mit einem der Lose gewann er einen Sack Kaninchenfutter. Ein Vereinsmitglied fragte ihn, ob er damit überhaupt etwas anfangen könne oder ob er sich etwas anderes aussuchen möchte. Der Junge erzählte daraufhin von seinen Hauskaninchen. Natürlich wurde er gefragt, ob er nicht Interesse hätte, dem Kaninchenzuchtverein beizutreten. Die Antwort war: „Interesse schon, aber da muss ich mal Mama und Papa fragen!“


ZGM Sandra und Jürgen Bockenfeld

So kam es, dass am nächsten Tag die komplette Familie zur Schau ging und der Jugendliche wurde angemeldet. Die Vereinskollegen standen dem Jungzüchter mit Rat und Tat bei der Auswahl der Rasse und der Beschaffung günstiger Ställe zur Seite.

Im ersten Vereinsjahr des Jugendlichen stand das 40-jährige Jubiläum des Vereins an. Der Vater wurde zum Fotografieren des Festes engagiert. Im Laufe des Tages ist auch der Vater in den KZV-W175 aufgenommen worden.
 
Im ersten Zuchtjahr kamen dann die ersten Austellungserfolge, sodass auch die beiden Schwestern des Jungzüchters von der Rassekaninchenzucht angesteckt und ebenfalls Mitglieder im Verein wurden.
 
Auch bei den beiden neuen Jungzüchterinnen blieb der Erfolg nicht aus. Vom Virus „Kaninchenzucht“ wurde dann auch noch die Mutter erfasst und sie trat als aktive Züchterin dem Verein bei. Somit war nun innerhalb von einem Jahr die ganze Familie Bockenfeld Mitglied im Südlohner Rassekaninchenzuchtverein.
Heute ist die Mutter Kassiererin, der Vater Schriftführer und die ältere Schwester Jungendleiterin im Verein. Auch auf Club- und Kreisebene werden einige Ämter von der sehr aktiven Züchterfamilie bekleidet.

 Jasmin Bockenfeld
 Zwergwidder weiß RA

Der ehemalige Jungzüchter Lars Bockenfeld hat mittlerweile zu den Senioren gewechselt und bildet erfolgreich eine Zuchtgemeinschaft mit seiner Mutter Christel bei den Zwergwidder rhönfarbig. Die ältere Schwester Sandra und der Vater Jürgen Bockenfeld züchten gemeinsam die Kaninchenrasse Kleinsilber gelb. Auch die kleine Schwester Jasmin freut sich über gute Ergebnisse mit ihren Zwergwiddern, weiß Rotaugen.


Zuchtanlage

Die für drei Rassen relativ kleine aber feine Zuchtanlage mit 50 Buchten stellt einen wesentlichen Teil der Freizeitgestaltung für die ganze Familie dar. Hier wird nicht auf Masse, sonder ganz einfach aus Leidenschaft und der Liebe zum Tier gezüchtet.

Wenn dann auch noch der eine oder andere Erfolg die Arbeit krönt, ist das besonders schön. Die züchterische Grundeinstellung der Familie lautet: „Es ist nicht wichtig, dass man viele Tiere im Stall hat. Es müssen ganz einfach die richtigen vier dabei sein.“

Die kameradschaftliche Unterstützung und der gesellige Zusammenhalt des Rassekaninchenzuchtvereins haben dazu geführt, dass alle fünf Familienmitglieder auch heute noch begeistert bei der Sache sind. Es verbindet ganz einfach das gemeinsame Hobby. Es besteht kein Anlass für Rechtfertigungen, weil man mal wieder zu einer großen Schau möchte. Es wollen einfach alle hin. Auch die Arbeit lässt sich „geteilt durch fünf“ viel besser erledigen.

 Bundes-Rammlerschau
 Rheinberg 2011
 Jasmin
 
 Sandra, Christel und Jürgen
 Bockenfeld

Zum Schluss ist doch mit einem freudigen Augenzwinkern festzuhalten: Begonnen hat alles mit einem Los für 50 Cent. Daraus wurde dann ein Sack Futter. In kurzer Zeit wurde hieraus eine sinnvolle Freizeitgestaltung für die ganze Familie.

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