Michael Dathe, Graue Wiener
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Ein Züchter mit Professionalität und Leidenschaft
kn/Treben. Der Name Michael Dathe steht für hervorragende Kaninchen, insbesondere der Rasse Graue Wiener. Nicht nur in seinem Landesverband Sachsen steht er mit seiner Zucht an der Spitze, sondern auch auf Bundesebene. Dies merkt man sofort, wenn man die Kataloge der Großschauen aufmerksam studiert hat.
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Dieses sind nur zwei große Erfolge von etlichen weiteren, die Michael Dathe im Laufe seiner über 35-jährigen Züchtertätigkeit erreichen konnte.
Doch wer jetzt glaubt, ein solch konstanter Erfolg fällt einem Züchter in den Schoß, der irrt gewaltig. Nur mit viel Erfahrung, Engagement und Arbeit sind solche Ergebnisse zu erzielen. Ohne einen ausgesprochen hohen Idealismus ist eine Rassezucht auf diesem Niveau nicht möglich.
Kleintiernews.de war zu Besuch bei Michael Dathe und seiner Ehefrau Tatjana und hat einen unvergessenen Eindruck in die Zucht der Grauen Wiener erhalten.
Familie Dathe wohnt idyllisch gelegen an einem Stausee in Treben, ca. 40 km von Leipzig entfernt. Die Zuchtanlage befindet sich direkt am Haus und umfasst rund 150 Buchten. Bereits im Eingangsbereich sind in einer Vitrine zahlreiche Auszeichnungen zu bewundern.
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In den geräumigen Einzelbuchten können sich die Häsinnen ideal entwickeln.
Die aufgemauerten, geräumigen Laufbuchten bieten besondere Bedingungen für die Aufzucht. Die Jungtiere haben bei der Häsin reichlich Platz, sich zu bewegen und zu entfalten und die massive Bauweise hat den entscheidenden Vorteil, nach dem Misten ausgeflammt zu werden. So wird der Kokzidien-Entwicklung entgegengewirken und die schwierigste Lebensphase der Jungtiere ist entspannter. Mit dieser Bauweise hat Dathe auch schon in seiner vorherigen Stallanlage sehr gute Erfahrungen gemacht. Alle Kaninchen werden auf Stroh gehalten.
Ein kleinerer Teilbereich ist für die Häsinnen in den kalten Wintermonaten beheizbar, um möglichst wenig Verluste zu verzeichnen.
Mit großer Sorgfalt werden die Jungtiere aufgezogen. In der ersten Lebensphase hat sich das Produkt MariNat 2012 bewährt, das als biologischer Trinkwasserzusatz der tragenden Häsin und den Jungtieren bis zum Absetzen gereicht wird. Der Grundstoff dieses Ergänzungsmittels ist Chizosan, das den Erreger E-Coli an sich bindet. So wird den gefürchteten Darmerkrankungen vorgebeugt.
Im Frühjahr und in den Sommermonaten werden die Jungtiere selektiert und auf die Einzelbuchten verteilt. Vorsorglich werden von allen Tieren Kotproben untersucht, damit rechtzeitig Kokzidien- oder Chlostridienprobleme erkannt werden und Michael Dathe entsprechend reagieren kann.
Kokzidien sind immer im Darm der Kaninchen vorhanden. Nur ein unverhältnismäßig hohes Aufkommen führt zu Komplikationen. In den meisten Zuchten wird dieses Problem gar nicht unbedingt festgestellt. Nur die schwächsten Jungtiere werden offensichtlich krank und sterben unter Umständen an „Durchfall“. Wertvoll ist es dagegen natürlich, wenn man Ergebnisse der Kaninchen vorliegen hat, die augenscheinlich gesund sind und entsprechend selektiert werden können.
Zuchtfreund Dathe, der bereits als 10-Jähriger in die Organisation eintrat, züchtete früher bereits Blaue und Schwarze Wiener. Durch seinen fundierten Erfahrungsschatz konnte er in der Zucht Schritt für Schritt weiterkommen und heute einen hohen Standard halten.
In einem weiteren Gebäude befinden sich die 48 Rammlerställe. Auch hier steht jedem Grauen Wiener eine großzügige Einzelfläche zur Verfügung. Das Gesamtbild ist sehr gepflegt und ein Aushängeschild für das Hobby Rassekaninchenzucht!
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| Die Stallanlage für die Rammler befindet sich auf einer separaten Ebene. |
Der Mist wird über die eigens entwickelte "Mistrampe" direkt auf einen Anhänger geladen. |
Die Außenställe mit 18 Einzelbuchten (und herrlichem Ausblick auf den See) dienen als Quarantäne-Station. Dort werden die Rückkehrer von den Ausstellungen oder neu gekaufte Tiere beherbergt. Eine solche Abteilung fehlt bei den meisten Züchtern. Wie groß ist doch die Gefahr, dass man sich von Ausstellungen ansteckende Krankheiten einschleppt und den ganzen Bestand in gefährdet. Bei Michael Dathe sitzen die Grauen Wiener nach der Schau dann erst einmal für ein paar Wochen getrennt von den anderen Kaninchen.
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In dem mehrstündigen Gespräch bei Familie Dathe zeigte sich sehr schnell, wie intensiv Ehefrau Tatjana, die selber Castor-Rexe züchtet, mit im Geschehen steht. Nur mit einer solchen Unterstützung ist eine Grundlage für die Ausübung des Hobbys in der Größenordnung denkbar. Die Aktivitäten und Ausstellungen werden gemeinsam diskutiert und durchgeführt.
In der nahen Vergangenheit fungierte Michael Dathe mehrmals auf landes- und bundesweiten Ausstellungen im nahe gelegenen Tautenhain. Durchgeführt wurden die bundesoffene Wiener- und Scheckenclubschau 2005 mit fast 2500 Tieren, sowie Landes-Rammler- und Jungtierschauen.
Michael Dathe und seine Ehefrau betreiben das Hobby Kaninchenzucht mit soviel Leidenschaft und Professionalität, dass die super Ergebnisse dabei nicht ausbleiben können. Doch wir durften im Gespräch noch weitere Kernpunkte dieses Erfolgs erfahren.
Dathe erklärte uns, wie wichtig es ist, seine Tiere und die Eigenschaften der Linien zu kennen. Nur so kann man die richtige Auswahl für die Zucht treffen.
Das Zuchtbuch führt er über den PC. Hier können alle relevanten Daten erfasst werden. Bei einer so großen Zucht ist dieses unerlässlich. Über alle Untersuchungen, wie z. B. die Kotuntersuchungen führt Dathe genauestens Buch. Nur wenn die Gesundheit über mehrere Generationen konstant gut ist, kann diese eine Grundlage für entsprechende Nachkommen bilden. Die Selektion führte Michael Dathe als eine der wichtigsten Grundlagen in Bezug auf Vitalität+Gesundheit aus.
Wir freuen uns, unseren Lesern einen so ausführlichen Einblick in die Spezialzucht der Grauen Wiener geben zu können und bedanken uns an dieser Stelle noch einmal bei Familie Dathe.
Wir wünschen auch für das Zuchtjahr 2007 wieder viel Erfolg und zahlreiche schöne Jungtiere!


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